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Juni 2018

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Ein Leben ganz ohne Stress gibt es nicht. Wir werden immer wieder herausgefordert und müssen Antworten finden und Wege suchen. Stress ist dabei die gesunde Reaktion auf Neues und Überraschendes in unserem Leben.

Ich bin jedoch davon überzeugt, dass ein großer Teil der Belastungen, die wir empfinden, unnötig ist und dass wir mit einigen klaren Schritten viel Erleichterung und Entspannung erreichen können. Denn besser, als ein vorhandenes Problem zu lösen, ist es doch, das Problem erst gar nicht entstehen zu lassen.

Auch wenn wir nicht jede Herausforderung über Nacht verändern können – auf Vieles haben wir größeren Einfluss, als wir denken. Und wie heißt es so schön: „Jeder Weg beginnt mit dem ersten Schritt“.

Arbeite an deinen ‚Baustellen‘!
Sorry! Sicher würdest du hier lieber etwas Nettes lesen, oder? Erleichterung erreichen wir aber oft nur, indem wir zunächst selber die Ärmel hochkrempeln und etwas verändern.
Viele Konflikte und Spannungen entstehen (oder eskalieren), weil wir sie schüren. Sei es die eigene Ungeduld, unangebrachter Perfektionismus oder weil wir uns im Ton vergriffen haben. Bist du nachtragend? Meinst du, du musst bei jedem Thema das letzte Wort haben? Hältst du dich für perfekt? Fällt es dir schwer, Fehler einzugestehen?
Dann solltest du beim nächsten Konflikt erst einmal ruhig durchatmen und den Fehler bei dir selbst suchen. Wer sucht, der findet…
Biblische Weisheit: „Ein Geduldiger ist besser als ein Starker und wer sich selbst beherrscht, besser als einer, der Städte einnimmt.“

Vergib!
Mit Fäusten kann man nichts Neues ergreifen.
So simpel diese Aussage klingt, so wahr ist sie doch. Kennst du die Geschichte von dem Mann, der sich ärgerte?
Ein Mensch stand mit seinen Freunden auf der Straße und man unterhielt sich angeregt. Ein junger, übermütiger Mann kam vorbei, der sich über diese Gruppe amüsierte. Er äffte die Unterhaltung nach, wobei seine Absicht ganz klar war, sich lustig zu machen. Jeder aus der Gruppe bemerkte den jungen Mann und das Gespräch stockte für einen Moment. Dann unterhielt man sich unbeirrt weiter. Doch unser Mensch konnte den Zwischenfall nicht vergessen. Er ärgerte sich sehr über diese Unverschämtheit und konnte sich innerlich gar nicht beruhigen. Noch Stunden später beschäftigte ihn der Vorfall. Für diesen Tag war ihm alle Freude geraubt…
Vergebung ist eine Entscheidung, kein Gefühl. Wenn ich vergebe, dann entlasse ich nicht nur den Anderen aus meiner Anklage; ich gebe mir selber die Freiheit zurück, wo ich vorher durch Ärger und Verbitterung gebunden war.
Biblische Weisheit: „und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir denen vergeben, die an uns schuldig geworden sind.“

Entspanne! (mit System)
Manches ist uns angeboren; anderes müssen wir lernen. Viele Menschen haben vergessen, wie Entspannung funktioniert. Dann reicht ein Wochenende nicht aus, um neue Kräfte zu sammeln. Weil unser Motor beständig auf Hochtouren läuft.
Eine Entspannungstechnik kann dir helfen, wieder runterzukommen und den inneren Motor zu entlasten. Ich persönlich empfehle nicht pauschal jede Entspannungstechnik; sehr gute Erfahrungen habe ich mit der Progressiven Muskelentspannung (Jacobson) gemacht. Sie ist leicht erlernbar, entspannt rasch und ist ohne großen Aufwand im Alltag anwendbar. Falls du in der Nähe von Duisburg wohnst, sind meine Entspannungsangebote vielleicht für dich interessant.
Biblische Weisheit: „Ich wünsche dir, dass es dir in jeder Hinsicht so gut gehen möge, wie es deiner Seele geht.“

Kooperiere!
Das Sprichwort sagt: „Wenn du deinen Gegner nicht besiegen kannst, dann musst du ihn umarmen!“
Nicht jeder mögliche Kampf ist es auch wert, gekämpft zu werden. Es geht mir hier gar nicht um die jeweiligen Kräfteverhältnisse (wer ist der Stärkere?), sondern um ein Verhalten ‚mit Augenmaß‘. Denn wenn es gelingt, die gemeinsamen Kräfte zu bündeln, ist mehr gewonnen, als wenn nur Einer sich durchsetzt.
Biblische Weisheit: „Vertrage dich mit ihm und schließe Frieden, so wird Gutes zu dir kommen.“

Triff Entscheidungen!
Jede getroffene Entscheidung bringt Klarheit. Möglicherweise hast du deshalb mit Verunsicherung zu kämpfen, weil du dich noch nicht positioniert hast.
Wenn du dich auf eine bestimmte Position festlegst, macht dich dies einerseits angreifbarer; andererseits nimmt die getroffene Entscheidung viel Druck von dir. „Ich weiß, was ich will!“ ist immer besser als „Schauen wir mal…“. Hast du erstmal eine Entscheidung getroffen, dann bleib auch dabei (außer, die Fehlentscheidung wäre offensichtlich). Du gewinnst einen Standpunkt und wirst für Andere ein verlässlicher Partner.
Biblische Weisheit: „Euer Ja sei ein Ja, und Euer Nein sei ein Nein.“

Sei dankbar!
„Danken schützt vor Wanken. Loben zieht nach oben.“
Worte haben Macht. Was wir aussprechen, hat einen Einfluss auf unser eigenes Denken und Fühlen. Wer sich selbst ständig kritisiert, hört auf, an seine Fähigkeit oder Kraft zu glauben.
Besser ist es, wenn du dich bewusst auf die positiven Aspekte konzentrierst. Und Vieles, was dir erst einmal negativ erscheint, hat auch seine guten Seiten (der Regen etwa für die Natur; ein Gefühlsausbruch reinigt das zwischenmenschliche Klima; dein Warten in der Kassenschlange ermöglicht der alten Dame, schneller nach Hause zu kommen, …)
Biblische Weisheit: „…freut euch über den HERRN, euren Gott! Denn er gibt euch Nahrung, wie es recht ist. Er schickt euch den Regen, Herbstregen und Frühjahrsregen…“

Bete!
Auch ein praktischer Schritt: ich weiß, dass ich nicht die letzte Instanz bin, sondern Gott. Ich vertraue mich Ihm an. Ich lade meine Lasten bei Ihm ab. Ich lasse Seinen Frieden in mein Leben. Ich überlasse mich Seiner Führung und gehe – Schritt für Schritt – an Seiner Hand durch mein Leben.
Biblische Weisheit: „Macht euch keine Sorgen! Ihr dürft in jeder Lage zu Gott beten. Sagt ihm, was euch fehlt, und dankt ihm!“

Genieße!
Wir alle brauchen Auszeiten. Nicht immer gleich den Urlaub; es genügt meist schon ein Abend mit Freunden, ein gutes Buch, der Spaziergang in der Natur oder Zeit für mein Hobby.
Falls dir dein Kalender keinen Raum lässt für die schönen Dinge: plane deine Entspannung und trage dir dafür feste Termine in deinen Kalender ein!
Bist du nach der Arbeit müde und hast keine Lust, dich aufzuraffen? Tue es trotzdem. Die Glücksgefühle setzen schon bald ein, nachdem du beginnst!
Biblische Weisheit: „Das Beste, was ein Mensch da tun kann, ist: essen und trinken und die Früchte seiner Arbeit genießen.“

Ziehe Grenzen!
„Bis hierhin und nicht weiter!“
Manche Menschen haben kein Gespür dafür, wann sie anderen zu nahe treten. Was für sie unbedenklich ist, ärgert uns oder wirkt bedrohlich.
Grenzen schaffen hier Klarheit. Du musst dem Anderen schon sagen, wenn du dich nicht wohl fühlst; offensichtlich merkt er es nicht. Damit nicht eine Negativ-Spirale entsteht und du dem Anderen böse Absicht unterstellst, mache dir klar, wo deine Grenze liegen. Der Andere wird vielleicht dankbar sein für dein offenes Wort. Auf jeden Fall gewinnst du in der Situation die Kontrolle zurück. Schon das tut gut.
Biblische Weisheit: „Er gibt deinen Grenzen Frieden…“

Wir wurden so geschaffen, dass wir unser Leben gesund, kraftvoll, aktiv und aus der Beziehung mit Gott führen können. Ein Leben, bei dem wir uns gut fühlen, das uns erfüllt und in dem wir ‚etwas bewegen‘. Eine Lebensführung ‚unter den richtigen Vorzeichen‘ führt fast automatisch zu einem erfüllten Leben.

Wenn du nun dennoch nicht gesund, fit und innerlich heil bist, dann macht es Sinn, auf die Suche zu gehen nach den Verursachern. Und die finden du in der Regel bei dir selbst.

Nun sind viele Menschen recht weit entfernt von einem erfüllten, gesunden und kraftstrotzenden Leben. Die Gründe dafür sind schlüssig und nachvollziehbar. Glücklicherweise können wir die meisten von ihnen verändern! Es sind immer wieder falsche Einstellungen, Haltungen und Gewohnheiten. Einseitige Betonungen und Entscheidungen, mit denen wir die Weichen für unser Leben falsch gestellt haben. In der Tiefe geht es darum, ob wir heimatlos sind oder zur Ruhe gekommen.

So spricht der Gott zu seinem Volk: Stellt euch an die Straßen und schaut euch um! Erkundigt euch, welchen Weg eure Vorfahren gegangen sind! Fragt nach dem richtigen Weg, und dann beschreitet ihn. So findet ihr Ruhe für euer Leben. (Die Bibel, Jeremia 6,16)

Sich selbst anzunehmen, fällt vielen von uns gar nicht leicht. Denn unsere Fehler und Unzulänglichkeiten versuchen wir vielleicht zu verdrängen; doch sie stehen uns immer wieder vor unseren Augen. Martin Luther ist da ein gutes Beispiel: er quälte sich lange auf der Suche nach innerem Frieden. Bis er endlich erkannte, dass es nicht darauf ankommt, fehlerlos zu sein. Er nahm dankbar an, dass Jesus Christus seine eigene Fehlerhaftigkeit bedeckte mit Seiner bedingungslosen Liebe. Das setzte ihn frei, sich selbst anzunehmen und zu lieben.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO definiert Gesundheit als „Zustand des vollständigen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlergehens und nicht nur das Fehlen von Krankheit oder Gebrechen“.

Gesundheit ist nicht dasselbe wie Wohlbefinden. Auch Tatendrang ist nicht gleichbedeutend mit Gesundheit. Fitness ist es nicht, schlank sein ist es nicht, Gelassenheit ist es nicht und ein klarer Kopf ist es auch nicht. Alle diese Begriffe (und was sie beinhalten) sind Teilaspekte von Gesundheit und sie gehören, neben weiteren, dazu. Aber:

Gesundheit ist ein Gesamtpaket. Es beinhaltet die drei Ebenen unseres Lebens: den Geist, die Seele und den Körper. Wenn wir in jedem Bereich stark und frei leben, dann sind wir gesund.

Die drei Ebenen beeinflussen einander. Das war schon den alten Römern bekannt: Mens sana in corpore sano (ein gesunder Geist in einem gesunden Körper). Wie wahr! Mein Wohlbefinden in all den unterschiedlichen Bereichen meines Lebens wirkt sich positiv aus auf meine körperliche Verfassung.

So begann in den 70er Jahren eine Fernsehwerbung für Pfeifentabak (…Feuer, Pfeife, Stanwell). Lange ist’s her.

Ich habe nie Pfeife geraucht (um auf die Werbung zurück zu kommen), doch vermittelte die gut gemachte Werbung ein Lebensgefühl, das mich ansprach. Sie trat meine Sehnsucht nach innerer Ruhe, nach Entspannung und danach, mich an dem Guten in meinem Leben zu erfreuen.

Was brauchst du, um zufrieden zu sein? Welche Zutaten machen dein Leben angenehm? Was macht dich, im übertragenen Sinne, satt?

Ich habe gelernt, der Werbung zu misstrauen. Zwar kennt sie gut meine Wünsche und Bedürfnisse. Doch ihre Angebote verfehlen fast immer den Kern. Weil der Wunsch, von Anderen anerkannt und gemocht zu werden, sich doch nicht erfüllt, wenn ich mir das neue Auto kaufe oder den Traumurlaub gönne. Bedürfnisse und Sehnsüchte haben in uns tiefe Wurzeln, sie entspringen meist den Fundamenten unserer Existenz, unserer Seele. Sie melden sich, weil wir auf ihre Erfüllung hin angelegt sind. Wir ‚ticken‘ so. Materielles greift da zu kurz. Ist zu flach. „Mein Auto! Mein Haus! Meine Yacht!“ macht eben doch nicht dauerhaft froh.

Es sind die Fragen nach Identität, nach Sinn und nach Heimat, die uns umtreiben und auf die wir Antworten suchen. Und diese Antworten wollen wir in unseren Seelen spüren. Aus ihnen wollen wir unsere Lebenskraft beziehen. Durch sie wollen wir innerlich (und häufig auch äußerlich) zur Ruhe kommen.

Denn ich weiß ja, was ich mit euch vorhabe, spricht Jahwe. Ich habe Frieden für euch im Sinn und kein Unheil. Ich werde euch Zukunft schenken und Hoffnung geben. (Die Bibel, Jeremia 29:11)

Die meisten Menschen haben die tiefen Fragen, auf die sie die Antworten noch nicht gefunden haben, weggeschlossen. Unsicherheit macht verwundbar. Dieser Hochsicherheitstrakt wird sorgsam bewacht. Bitte verliere nicht den Schlüssel zu deinen Kostbarkeiten! Denn wenn der Richtige kommt, der die Antworten bringt, die dein Leben verändern können, dann musst du ihn hereinbitten und hineinlassen in deine Seele.

(Jesus sagt:) Merkst du es denn nicht? Noch stehe ich vor deiner Tür und klopfe an. Wer jetzt auf meine Stimme hört und mir die Tür öffnet, zu dem werde ich hineingehen und Gemeinschaft mit ihm haben. (Die Bibel, Offenbarung 3:20)

Wir haben im deutschen verschiedene Redensarten über den Einfluss, den Eltern auf ihre Kinder nehmen können. Negativ oder positiv. Hinderlich oder förderlich. Einengend oder befreiend.

Dabei ist es weitgehend unstrittig, dass Eltern mit ihrem Reden, ihrem Verhalten, ob sie ängstlich durchs Leben gehen oder beherzt, ihre Kinder prägen. Und später erleben wir dann Teenager und Erwachsene, die in vielerlei Hinsicht ihren Eltern ganz ähnlich geworden sind. In ihrem Reden, ihren Gesten oder in ihren Reaktionen.

Teenagern ist diese Ähnlichkeit selten bewusst. Sie sehen sich selber in einem ganz anderen Licht. Und oft leben sie eine Zeitlang einen Gegenentwurf zu dem Leben ihrer Eltern. Wären da nicht so kleine Gesten… Als Erwachsene realisieren viele Menschen, dass sie Vater oder Mutter doch sehr viel ähnlicher sind, als ihnen lieb ist. Dann beginnt für manchen Zeitgenossen eine regelrechte Leidenszeit, wenn man feststellt: „ich kann nicht raus aus meiner Haut. Was ich auch versuche, immer wieder entdecke ich in mir meinen Vater! (oder meine Mutter!)“.

Mit dieser Erkenntnis im Gepäck ergeben sich nicht wenige in ihr ‚Schicksal‘; andere halten weiter Ausschau nach einem Rezept, dass sie doch endlich zu einem ganz anderen Menschen machen wird. Und da begegnet uns heute ein riesengroßer Marktplatz mit einer gänzlich unüberschaubaren Fülle an verheißungsvollen Angeboten. Bald sind die ersten zwei, drei Angebote ausprobiert. Eine Kreuzfahrt, um den eigenen Horizont zu erweitern; ein Selbstsicherheitstraining; eine neue Sprache lernen; Lachjoga, … Vieles macht Spaß und tut gut. Aber das ursprüngliche Problem besteht weiterhin.

Wer negative oder gar zerstörerische Familienanteile in sich entdeckt, braucht dennoch nicht verzweifeln. Psychologie und (Psycho-)therapie haben viele Zusammenhänge entdeckt. Und nicht wenigen konnten sie helfen. Doch haben ihre Möglichkeiten Grenzen und bei manchen Problemlagen wissen die Therapeuten keine Lösung. (Und nicht jede angebotene ‚Lösung‘ macht die Sache besser als vorher). Was also tun?

Was würdest du machen, wenn dein Auto muckt? Wenn die Warnlampen leuchten oder andere Verkehrsteilnehmer irritiert gucken? Sicherlich greifst du dann zum Telefon und bittest um einen kurzfristigen Termin in deiner Vertragswerkstatt. Denn wer könnte besser das Problem erkennen und den Schaden beheben als der Hersteller deines Wagens?

Wohin können wir gehen, wenn unsere Warnlampen leuchten oder andere Menschen uns irritiert anschauen? Am besten zum Hersteller! Am besten zu unserem Schöpfer. Und der hat mit Jesus, seinem Sohn, alles Know-how, alle Werkzeuge und alle Möglichkeiten bereitgestellt.

Es ist keine Frage der persönlichen Weltanschauung, ob Gott in der Lage ist, dir aus deinen Herausforderungen herauszuhelfen. Er kann das! Eine Weltanschauung kann dir jedoch im Wege stehen, dich an Ihn zu wenden. Fragst du deinen Arzt auch immer nach seinen Überzeugungen und entscheidest dann, ob er dir helfen kann?

Jesus Christus hat über sich selbst gesagt:
„Der Geist des Herrn ruht auf mir, weil er mich berufen und bevollmächtigt hat. Er hat mich gesandt, den Armen die frohe Botschaft zu bringen und die Verzweifelten zu trösten. Ich rufe Freiheit aus für die Gefangenen, ihre Fesseln werden nun gelöst und die Kerkertüren geöffnet. Ich rufe ihnen zu: »Jetzt erlässt der Herr eure Schuld!« … Er hat mich gesandt, alle Trauernden zu trösten. Vorbei ist die Leidenszeit … Statt der Trauergewänder gebe ich ihnen duftendes Öl, das sie erfreut. Ihre Mutlosigkeit will ich in Jubel verwandeln, der sie schmückt wie ein Festkleid. Wer sie dann sieht, vergleicht sie mit Bäumen, die Gott selbst gepflanzt hat.“ (Die Bibel, Jesaja 61:1-3)

Wenn wir uns vertrauensvoll Gott öffnen, dann wird er beginnen, heilend und stärkend in unserem Leben zu wirken. Dies tut er auf eine erstaunliche und unnachahmliche Weise. Wie ein Vater, der seinem Sohn oder seiner Tochter liebevoll die Hand auf die Schulter legt und sich seinem Kind mit ungeteilter Aufmerksamkeit zuwendet, so beginnt er dann, uns zu heilen, zu verändern und zu prägen. Und zunehmend werden wir befreit leben können und es ihm gleich tun wollen.

Wie der Vater, so der Sohn…

Jedes Jahr im Frühjahr erleben die Menschen in unseren Breitengraden eine wohltuende Verwandlung: wenn die Kraft der Sonne wieder spürbar wird und das Thermometer dauerhaft in den Plus-Bereich wandert, dann erwachen wir, ebenso wie auch die Natur erwacht.

Es ist gerade so, als ob jemand in uns einen unsichtbaren Schalter betätigt. Auf einmal heben wir den Kopf, schauen uns um, schnuppern, saugen die noch kühle Luft tief in unsere Lungen. Und wir haben das berauschende Gefühl, dass wir wieder leben. Ein herrliches, berauschendes Gefühl.

So erstaunlich, was ein bisschen Sonne vermag. Während der Monate der Kälte und der Dunkelheit schien es so, als hätte sich das Leben so tief in uns zurückgezogen, dass wir fürchteten, es käme nie mehr wieder mit der vertrauten Kraft zurück. Und die Erinnerung an unsere Lebendigkeit, an leuchtende Farben und überschäumende Energie verblasste in uns. Aber nur, bis die Sonne ganz langsam wieder die Oberhand gewann und mit ihren Strahlen tief in unsere Seele drang.

Kennst du den Winter in deiner Seele? Der sich nicht an Kalendermonate hält und nicht weiß, wann es Zeit ist, zu gehen? Der sich breit macht und nach und nach alles in dir mit einer eisigen Kruste überzieht? Und ganz gleich, wie sehr du dich auch anstrengst, es gelingt dir nicht, die Kruste aufzubrechen. Erst kommt die Kälte, dann wehrst du dich gegen sie, dann ergibst du dich. Und du hältst die Kälte für den Normalzustand.

Du hast den Winter, der in mir war, verwandelt, als du kamst, um mich zu holen aus der Einsamkeit. Du sprachst zu mir: „Komm, meine Geliebte, lass uns geh‘n. Mit meiner Liebe öffne ich dir die Augen. Du wirst sehn: der Frühling ist längst da!“

Was ist eigentlich deine ideale Betriebstemperatur? Und hast du sie erreicht? Kennst du sie überhaupt?

In der Bibel lesen wir von den ‚Emmausjüngern‘: in tiefem Frust, mit geplatzten Lebensträumen, ohne einen klaren Blick nach vorne, waren sie gerade auf dem Weg zurück in ein langweiliges Leben. Dann trafen sie auf einen Wegbegleiter, einen scheinbar fremden Mann. Und während der erzählte, „ging ihnen das Herz auf“.

Erst, nachdem sich ihre Wege wieder getrennt hatten, erkannten sie ihn: Jesus, ihren totgeglaubten Herrn. Und es war ihnen, als hätte jemand gerade einen Schalter in ihnen umgelegt. Freude brach wieder durch. Hoffnung war wieder da. Und die inneren Batterien waren wieder aufgeladen!

Die Bibel weiß davon seit mehreren tausend Jahren. Und Psychologen unserer Zeit haben es auch entdeckt: Es gibt vielfältige und tiefgreifende Zusammenhänge zwischen dem, was wir denken und fühlen und unserem emotionalen und körperlichen Wohlbefinden.

Statistiken sprechen davon, dass bei ca. 80 Prozent der Patienten, die mit körperlichen Beschwerden den Arzt aufsuchen, die Ursachen in der Seele zu finden sind. Dabei ist es nicht nur Stress, der Menschen aus dem Gleichgewicht bringt. Negatives Denken, Verbitterung, seelische Verletzungen jeder Art oder ein Leben in (innerer) Gefangenschaft oder Abhängigkeit bringen organische Beschwerden und Krankheitsbilder hervor.

Wir Menschen sind von Gott geschaffen worden, um in Gemeinschaft mit Ihm zu leben. Das Bild einer heilen Familie entstammt der Bibel. Gott, der Schöpfer, will uns – wie ein guter Vater – umsorgen und lieben. Er will, dass wir „von innen nach außen“ wieder gesund werden. Dazu ist es nötig, dass wir zurück finden zu Ihm. Er ist in der Lage, unsere Herzen zu heilen. Und ebenso kann er alle körperlichen Krankheiten heilen.

In den vergangenen 14 Jahren habe ich viel davon sehen dürfen: zahlreiche Menschen wurden von den unterschiedlichsten Krankheiten geheilt. Verletzte Herzen wurden wiederhergestellt und neue Lebensfreude und Lebensperspektive stellte sich ein. Menschen fanden zu Gott zurück und erlebten, dass Er ihr inneres Vakuum ausfüllte.

Gott will uns durch Seinen Sohn Jesus ganzheitlich gesund machen: „Aber Er hat unsere Krankheit getragen und unsere Schmerzen auf Sich geladen… Durch Seine Wunden sind wir geheilt.“ (BIBEL, Jesaja 53,4-5)

Das Leben genießen.
Frei sein vom Ballast des Alltags.
Nach vorne blicken mit Hoffnung.
Hungrig auf das nächste Abenteuer.

Wir wünschen uns ein Leben ohne Sorgen, ohne Stress, ohne Not und ohne Einschränkungen. Dass solch ein Leben Illusion ist, ist eigentlich klar. Doch oft wissen wir nicht, wenn wir uns gerade sorgen, welche innere Haltung wir einnehmen sollen, wie wir Nöten begegnen können, wie wir aus Begrenzungen das Beste machen und wie wir den alltäglichen Stress meistern sollen.

Für viele dieser Herausforderungen gibt es gute Lösungen. An einigen Stellen ist es notwendig, umzulernen und Neues zu probieren. Oft bestimmen unsere Entscheidungen, wie sich die Dinge entwickeln. Dann wieder ist Loslassen das Mittel der Wahl. Und jeder Mensch darf erfahren, dass er nicht alleine dasteht, sondern Unterstützung erfährt und getragen wird – von Menschen und von Gott.

Auf diesen Seiten möchten wir dir Ideen und Werkzeuge vorstellen – aus der Praxis und für die Praxis – die du leicht im Alltag umsetzen kannst. Und mit denen du Schritte machen wirst hinein in neue, angenehme Erfahrungen.

Viel Spaß beim Lesen, Nachdenken und Zugreifen!